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Grundlagen der Insolvenzanfechtung, 10.08.2020

Grundlagen der Insolvenzanfechtung, 10.08.2020

Insolvenzanfechtung nach deutschem und österreichischem Recht für Unternehmen:

Wir widmen uns heute den Grundlagen der Insolvenzanfechtung nach  der InsO (Deutschland) und der IO (Österreich) – finden sie u.a. einen Artikel über die Grundlagen der Insolvenzanfechtung in Deutschland – siehe auch hierzu §§ 129 ff. InsO. Zum Artikel Insolvenzanfechtung einfach beschrieben.

In Österreich gelten §§ 27 -43  IO, wobei das Ziel die Rückabwicklung von Rechtshandlungen vor Insolvenzeröffnung ist, mit dessen der Schuldner Vermögenswerte verschoben oder andere Gläubiger bevorzugt befriedigt hat. Die erfolgreiche Rückabwicklung führt zu einer Vermehrung der Insolvenzmasse (zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger).

Voraussetzungen für die Insolvenzanfechtung sind:

  • Rechtshandlung des Schuldners
  • Verwirklichung eines Anfechtungstatbestands
  • Gläubigerbenachteiligung
  • Befriedigungstauglichkeit
  • Fristen – Anfechtungsfrist
  • Anfechtungsbefugnis (Masseverwaltung, Sanierungsverwaltung)

In D kann das sogenannte Bargeschäft (§ 142 InsO), in AT das Zug um Zug Rechtsgeschäft von der Gläubigerstellung gemäß Anfechtungsrecht absehen.

Bei einem ZugumZug Rechtsgeschäft ist aufgrund zeitgleicher Erfüllung das Entstehen einer (insolvenzrechtlichen) Gläubigerstellung ausgeschlossen – zB. Bargeschäft. hA: Voraussetzung eines ZugumZugGeschäftes ist, dass entweder durch Vereinbarung oder kraft Gesetzes eine ZugumZugLeistung vereinbart/vorgesehen ist und auch tatsächlich eine ZugumZugAbwicklung erfolgt ist, wobei bei der Abwicklung nur ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung gefordert wird.

Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr Rechtsbeistand Ihres Vertrauens zur Verfügung. Gerne können Sie uns auch kontaktieren – wir schaffen Perspektiven.

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER

Der österreichische Interim Management Markt 2020, 05.06.2020

Der österreichische Interim Management Markt 2020, 05.06.2020

Managen auf Zeit, Interim

Die jährliche Auswertung der Umfrage zum österreichischen Interim Management Markt 2020 wurde von Bühler Management veröffentlicht.

Die Umfrage wurde zusätzlich um ausgewählte Fragen zur Covid-19 Krise ergänzt – da sich einige Trends und Ergebnisse im Zuge der Krise schlagartig geändert haben, wurde eine zusätzliche Erhebung gestartet.

Zur Umfrage:  Der österreichische Interim Management Markt 2020

Die wichtigsten Erkenntnisse in aller Kürze:

Viel Spaß beim Lesen wünschen

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER

Jetzt Liquidität in Ihrem Unternehmen sichern, die kurzfristige Liquiditätsplanung, 22.04.2020

Jetzt Liquidität in Ihrem Unternehmen sichern, die kurzfristige Liquiditätsplanung, 22.04.2020

Derzeit sorgen die Maßnahmen der Regierung für eingeschränkte Liquiditätszuflüsse bzw. für einen vollständigen Einnahmenausfall. Vielen Branchen forcierten das Kurzarbeit-Modell. Dieses ist vorzufinanzieren – viele Unternehmen verfügen jedoch nicht über die notwendigen finanziellen Mittel. Zusätzlich müssen diverse Zahlungen weiterhin getätigt werden (zB. Miet-, Zins- und Leasingzahlungen, Löhne und Gehälter, Kredittilgungen, Energiekosten etc.). Liquiditätshilfen laufen an, die Frage ist jedoch, ob diese ausreichen werden und den Fortbestand gewährleisten können.

Gemäß der Bilanzdatenbank des KMU-Forschungsinstituts wurde analysiert, wie lange KMU liquide Mittel zur Verfügung haben. Aus rd. 85.000 Jahresabschlüssen aus den Zeiträumen (2017/2018) wurden unter nachstehenden Annahmen errechnet, für wie viele Wochen und Monate KMU mit der vorhandenen Liquidität auskommen.

Unter folgenden Prämissen wurde die Analyse erstellt:

  • Forderungen aus LuL sind noch vollständig einbringlich
  • weitgehender Stopp des Waren- und Materialeinkaufs auf Grund des Nachfrageausfalls
Quelle: KMU Forschung Austria, Bilanzdatenbank, Bezugszeitraum 2017/18, Datenstand Juli 2019
zur Analyse der KMU Forschung Austria aus März 2020

Daraus ist ersichtlich, dass rd. 53 % der KMU nur bis zu einem Monat mit der vorhandenen Liquidität auskommen, wenn keine weiteren Maßnahmen getroffen werden.

Jetzt braucht es gezieltes Liquiditäts- und Krisenmanagement, um Unternehmen zuerst finanziell abzusichern, zu stabilisieren und darauf folgend wieder Fahrt aufnehmen zu können.

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER und CFO-Solutions sind Profis im Interim Management und verfügen über langjährige Erfahrung mit herausfordernden Situationen.  Mit der Situation angepasster Medthodik, den passenden Tools sowie das Know-How, können Sie mit uns gemeinsam diese Situationen meistern.

WORAUF KOMMT ES JETZT BEI DER KURZFRISTIGEN LIQUIDITÄTSPLANUNG AN?

Nachfolgend finden Sie eine Anleitung, wie Sie eine kurzfristige Liquiditätsplanung auf Wochenbasis durchführen (direkte Ermittlung). Wenn Sie die Finanzplanung nicht aus einem System erhalten, können Sie hierfür MS Excel heranziehen.

  • Eine wöchentliche Darstellung der Liquiditätsplanung ist besonders wichtig – wer glaubt, es würde eine monatliche Betrachtungsweise reichen, der wird spätestens am 15. des Monats, zum Zeitpunkt der Zahlung der Lohnnebenkosten und der UVA erkennen, dass es eng werden könnte (Ausnahme – es sind genügend Cashreserven bzw. Kreditlinien vorhanden).
  • Ermittlung des Cash-Status aus der Buchhaltung sowie aus den Bankkonten/Kassen.
  • Bestehenden KKK ermitteln, Vorsicht bei gegebenen Garantien und L/C´s, diese können den zur Verfügung stehenden Rahmen reduzieren.
  • Debitoren – die bestehenden Debitoren sollten in der Buchhaltung tagesaktuell verbucht sein, die ERP oder Buchhaltungssysteme können die Daten in Excel exportieren. Wenn kein Fälligkeitsdatum bei der einzelnen Forderung hinterlegt ist, wird es sicherlich ein Zahlungsziel geben. So oder so können Sie somit den zu erwarteten Eingang der Forderung in Excel darstellen. Bitte beachten Sie die Werthaltigkeit der Forderungen!
  • Kreditoren – gleiche Vorgehensweise – nur den Auszahlungen in den jeweiligen Kalenderwochen zuzuordnen (siehe Zahlungsziel oder Fälligkeitsdatum).
  • Gibt es Aufträge, die gerade in der Pipeline sind bzw., fertig werden? Dann sind diese dementsprechend in der kurzfristigen Liquiditätsplanung zu berücksichtigen.
  • Gemäß Ihrer fachlichen Einschätzung als ordentlicher Unternehmer werden Sie realistisch zukünftige Aufträge/Umsätzeund somit Einnahmen einschätzen können und ebenfalls in die jeweilige Kalenderwoche als Eingang eintragen (unter Berücksichtigung der notwendigen Ressourcen, des Materialeinsatzes etc.). Die zukünftigen Ausgaben, welche für die Produktion/Dienstleistung/Leistungserstellung anstehen,  sind ebenfalls in die jeweilige Kalenderwoche einzutragen. Bedenken Sie, dass neue Lieferanten evt. eine Zahlung in Voraus oder Anzahlung erwarten.
  • Zahlung der Gehälter und Löhne – einerseits sind die Förderungen/Zuwendungen der Regierung (Stichwort: Kurzarbeit) zu berücksichtigen, andererseits sind zwei Zahlungen wesentlich (meistens am Monatsende):
    • Gehälter/Löhne – Nettoauszahlungen an DienstnehmerInnen
    • 15. des Folgemonats – Lohnnebenkosten, Abgaben und Steuern iVm mit Gehältern/Löhnen.
  • Vorsicht – im Mai/Juni kommt die Urlaubsremuneration hinzu – es macht keinen Sinn, die 13./14. Gehalts- und Lohnauszahlung auf 12 Monate aufzuteilen –  dies entspricht nicht dem Liquiditätsfluss! Eine genaue Ermittlung unter Eintragung der zusätzlichen Auszahlung der Urlaubsremuneration ist entscheidend!
  • Auszahlungen für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs beinhalten größtenteils Auszahlungen im Rahmen des sonstigen betrieblichen Aufwands und stellen meist regelmäßige Zahlungen dar (Miete, Leasing, Energie, Steuerberatung, Versicherungen, Instandhaltungen etc). Diese Auszahlungen sind ebenfalls in die jeweilige Kalenderwoche einzutragen. Um diese recht rasch zu ermitteln, können Sie auch Ihre Konten bzw. Saldenliste „überfliegen“. Beachten Sie bitte, dass es vielleicht möglich ist, mit dem einen oder anderen Geschäftspartner zu verhandeln, um vorübergehend etwaige Zahlungen zu verringern (Nachlass, Stundung etc). – siehe hier auch z.B. den Verhaltenskodex der österreichischen Versicherungswirtschaft in der Coronakrise. Unser Partner – Herr Mag. Struggl, VerCon Wirtschaftsberatung GmbH, kann Ihnen mit seiner Expertise zur Verfügung stehen.
  • UVA – vergessen Sie nicht auf die UVA (bei bereits gebuchten Rechnungen gemäß Buchhaltungssystem leicht zu ermitteln). Für zukünftige Einnahmen und Auszahlungen ist diese separat zu ermitteln und jeweils rd. 6 Wochen danach in der jeweiligen Kalenderwoche zu berücksichtigen – Vorsicht bei einer ermittelten Gutschrift, diese steht Ihnen nicht sofort zur Verfügung.
  • Begleichung etwaiger Kapitaldienste/Rückzahlungen – diese sind ebenso zu berücksichtigen – hier kann evt. im Zuge vpn Bankgesprächen eine vorübergehende Reduzierung oder Stundung vereinbart werden (Vorsicht – Gesellschafterdarlehen bei bereits in der Krise befindlichen Kapitalgesellschaften; diese sind eigenkapitalersetzend – siehe Eigenkapitalersatz-Gesetz EKEG). Auch Zinsen können gestunden werden.
  • Etwaige Kapitaleinzahlungen durch Gesellschafter verbessern die Liquidität.
  • Berücksichtigen Sie liquiditätserhöhende Förderungen , Zuschüsse und sonstige Unterstützungsmaßnahmen seitens des Bundes/des Landes/sonstiger Institutionen und Fördermittelgeber.
  • Gibt es weitere dringend notwendige Zahlungen (evt. notwendige Investitionen), die zu einer Liquiditätsverminderung führen? 
  • Nachdem Sie alle zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben den Kalenderwochen zugeordnet haben, ist die Differenz in der entsprechenden Kalenderwoche zu bilden. Berücksichtigen Sie bitte, dass es zu Verschiebungen auf der Eingangsseite kommen kann – Ihre Kunden sind möglicherweise ebenso von der Krise betroffen. Bleiben Sie stetig in Kontakt zu Ihren wichtigsten Kunden wie auch Lieferanten!
  • Sind Ihre Auszahlungen in allen Kalenderwochen gedeckt und Sie haben noch genügend Mittel frei, freuen wir uns für Sie! Wenn nicht, dann bewahren Sie kühlen Kopf und handeln rasch, aber überlegt. Berechnen Sie verschiedene Szenarien und arbeiten Sie daraus zukunftsversprechende Maßnahmen aus und setzen Sie diese gezielt um.
  • Der nächste Schritt – versuchen Sie den Prozess zu verbessern, zu standardisieren und zu automatisieren.  Ziel ist, dass Sie regelmäßig eine aussagekräftige Vorschau erhalten, auf deren Basis Sie Entscheidungen treffen können!
  • Verbessern Sie stetig die Aussagekraft und binden Sie jene für Sie relevanten KPI´s, welche Ihre Liquidität beeinflussen, ein.
Ausschnitt Dashboard unserer kurzfristigen Liquiditätsplanung

Wir stehen Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung:

0043 (0) 680 21 89 889 | office(at)ranefeld.at | Skype: peranefeld

Nutzen Sie unseren Chatbutton auf unserer Homepage!

Kontaktaufnahme  

Zum Leaflet

 

Zusätzliche Informationen zum Thema „Leitfaden in Krisensituationen“ finden Sie in unserem Blog vom 19.03.2020.

Zum Blog

Viel Erfolg mit der kurzfristigen Liquiditätsplanung wünscht Ihnen

Ihr Team von Ranefeld & Ranefeld-Rathbauer!

Die Auswirkungen der Corona Krise, 30.03.2020

Die Auswirkungen der Corona Krise, 30.03.2020

Interim Management

Wir wollten wissen, wie sich die aktuelle Lage auf dem österreichischen Arbeitsmarkt darstellt? Wie gehen Unternehmen mit der derzeitigen Situation um? Wir haben eine Expertin befragt. Frau Maria Th. Buehler ist eine der führenden Interim Management Provider in Österreich und konnte uns im Gespräch mit Peter Ranefeld-Rathbauer einen guten Überblick über die aktuellen Marktgegebenheiten geben:

  • Wie wirkt sich die Krise aus Ihrer Sicht auf den österreichischen Arbeitsmarkt aus?

Wir sehen, dass sich Unternehmen von qualifizierten Mitarbeitenden trennen müssen. Spezifisches Fachwissen geht den Unternehmen verloren. Die Arbeitsmarktstatistik, die wir jeden Tag sehen spricht für sich. Die Krux ist, dass dieses spezifische Know How nach der Krise nicht mehr zeitgerecht zur Verfügung stehen wird. Der Fachkräftemangel wird sich also noch verschärfen.

Natürlich werden auch Ressourcen frei von Unternehmen, die die Krise nicht überstehen werden. Aber ich rechne mit einem noch größeren Ungleichgewicht was die Fachkräfte anbelangt.

  • Welchen Einfluss hat die Krise auf den österr. Interim Management Markt?

Ultrakurzfristig ist auch der IM Markt stark betroffen. Aufträge, die in der Pipeline sind wurden alle verschoben, bestehende kurzfristig beendet.

Die Krise bringt aber auch Chancen für Interim ManagerInnen. Aktuell ganz besonders wichtig sind Themen wie zB Cash Flow Management, Sicherstellung der Liquidität und Finanzierungen, Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Förderungen und Garantien, Controlling, Human Resources Management, Krisen-Kommunikation aber auch HSE (Health, Safety, Environment) in den Produktionsbetrieben.  

  • Was kann Interim Management jetzt für Unternehmen in der Krise beitragen?

Interim Manager können in den oben erwähnten Bereichen sofort und effektiv unterstützen. Und das nur nach tatsächlichem Bedarf und ohne arbeitsrechtliche Risiken.

Daneben bringt die gegenwärtige Situation auch Klarheit über Schwachstellen, suboptimale Prozesse oder Planungsschwächen in den Unternehmen. Strategien müssen überdacht und angepasst werden. So wird in einigen Industrien bereits darüber nachgedacht Produktionen wieder näher an die Heimmärkte zu verlagern. Für diese Aufgaben sind Interim Manager prädestiniert – auch weil sie einen neutralen Blick von außen mitbringen.

  • In welcher Branche und welchem Tätigkeitsbereich sehen Sie jetzt einen erhöhten Handlungsbedarf, der mit IM sofort abgedeckt werden kann?

Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht im Moment natürlich in den Funktionsbereichen Finanz und Human Resources. Und auch Kommunikation ist in Zeiten großer Verunsicherung von ganz besonderer Bedeutung.

Zu den Branchen: Wie in jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Pharma, Lebensmittelhandel, Online Dienste etc. sind Gewinner. Diese brauchen Unterstützung, um die gestiegenen Anforderungen erfüllen zu können. Die großen Verlierer sind die produzierende Industrie, Anlagen- und Maschinenbau. Eines unserer Mandate aus dem Bereich Maschinenbau wurde gestoppt, weil die Zulieferteile aus Italien nicht mehr geliefert werden können. Diese Unternehmen brauchen nun Unterstützung in den Themen Finanzen, Kurzarbeit, Massenkündigungen etc.    

  • Wie sehen Sie die Zeit nach der Krise?

Das ist natürlich abhängig davon, wie lange diese anhält. Ich glaube aber, dass ein guter Teil dessen, was nun verloren geht wieder aufgeholt werden wird. Wir rechnen mit einem großen Ansturm sobald die Krise vorbei ist.


Maria Bühler

Bühler Management

Ballgasse 6
1010 Wien
Austria

 +43 664 416 55 22
maria.buehler@buehler-mgmt.com

https://www.buehler-mgmt.com

Bühler Management steht seit 2006 für Excellence in Interim Management.

Dies bestätigen auch unsere Kunden: Wir haben eine gemessene Kundezufriedenheitsrate von 95%. Die Return Rate – also die Zahl der Kunden,  die nach einem ersten Einsatz eines Interim Managers bei Bedarf wiederkommen – liegt bei 87% , die Weiterempfehlungsrate bei 100%. Darauf sind wir stolz.

Interim Management und Digitalisierung, 27.08.2019

Interim Management und Digitalisierung, 27.08.2019

Digitalisierung, 27.08.2019

 

Digitalisierung – wo anfangen?

Schon Becker et al beschreibt  den Begriff Digtalisierung  mit unterschiedlichen Ansätzen auf den Seiten 4 bis 10, somit in einem weiten Spektrum von der rein technischen Betrachtungsweise bis hin zur ökonomischen (vergl. Geschäftsmodelle in der digitalen Welt; S. 4ff; Becker et al; Springer 2019).

Becker et al interpretiert die Digitalisierung durchaus als eigenständige Strategie im klassischen Sinne – Digitalisierung ist die strategisch orientierte Transformation von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen bis zur Transformation von Geschäftsmodellen unter Nutzung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, mit dem Ziel nachhaltige Wertschöpfung effektiv und effizient zu gewährleisten (vergl. Geschäftsmodelle in der digitalen Welt; S. 41; Becker et al; Springer 2019).

Ein wichtiger Aspekt vorweg. Die Transformation beginnt an der Spitze. UnternehmensvertreterInnen könnten sich fragen, ob Aufsichtsrat/Beirat/EigentümervertreterInnen richtig besetzt ist, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Ist die junge Generation ausreichend vertreten (vergl. European Private Business Survey 2019; S. 13; PWC; PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)?

Digitalisierung braucht mehr als Technologie. Digitalisierung braucht die Bereitschaft, eingefahrene Prozesse und Strukturen radikal zu überdenken und zu ändern. Das weckt mitunter Ängste. Durch die Digitalisierung werden viele Strukturen und Prozesse neu aufgesetzt. Wie verwandelt das die Anforderungen, Aufgaben und Abläufe der MitarbeiterInnen? Und wie können ManagerInnen jene gewinnen, die der Transformation entgegensehen oder sie blockieren?

Management auf Zeit oder Interim Management stellt für Unternehmen eine Option dar, Know-How in das Unternehmen zu bringen und die Digitalisierungsprojekte voranzutreiben. Das Besondere an diesem Berufsfeld: Interim-Manager bleiben zumeist nur wenige Monate für eine bestimmte Aufgabe in einem Unternehmen und müssen daher besonders zielorientiert, effizient und flexibel arbeiten.

Gemäß der Befragung von UnternehmensvertreterInnen in der Studie „Der österreichische Interim Management Markt 2019“, von Bühler Management und uns, findet Transformation sukszesssive in allen Unternehmensbereichen statt. 2/3 der Befragten gaben an, dass bereits ein Transformationsprozess stattgefunden hat, vor allem im Vertrieb, gefolgt von der Produktion, Einkauf und Rechnungswesen (vergl. Der österreichische Interim Management Markt 2019; S. 18; Bühler; Ranefeld-Rathbauer).

Gemäß der Studie von PWC ist die Digitalisierung den österreichischen Unternehmen noch nicht wichtig genug – nur 49% meinen, dass die digitale Transformation für die Überlebensfähigkeit bedeutsam ist (vergl. European Private Business Survey 2019; PWC; PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft).

Wir geben Impulse für etwaige Transformations-Vorhaben entlang der Wertschöpfungskette, unterstützen bei der Strategieevaluierung iVm Digitalisierung. Darüber hinaus setzen wir die Digitalisierungsstrategie in Ihrem Unternehmen um und begleiten Digitalisierungsvorhaben vor allem im Vertrieb sowie Rechnungswesen & Controlling.

 

Literatur:

  • Geschäftsmodelle in der digitalen Welt; Becker et al; Springer Gabler 2019

INTERIM MANAGEMENT STUDIE 2019, 11.06.2019

INTERIM MANAGEMENT STUDIE 2019, 11.06.2019

Interim Management | Management auf Zeit

Seit 2014 erhebt BÜHLER MANAGEMENT jährlich den Interim Management Markt in Österreich, seit 2016 in Zusammenarbeit mit RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER. Nun liegen die Ergebnisse der diesjährigen Untersuchung vor. Die vollständigen Untersuchungsergebnisse finden Sie unter folgendem Link:

Interim Management Studie 2019

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Paul Ranefeld & Peter Ranefeld-Rathbauer

DAS BUSINESS MODEL CANVAS IM ÜBERBLICK, 03.06.2019

DAS BUSINESS MODEL CANVAS IM ÜBERBLICK, 03.06.2019

Strategie, 03.06.2019

Will ein Unternehmen langfristig am Markt agieren, wird durchaus ein funktionierendes Geschäftsmodell benötigt. Ein sich laufend veränderndes Marktumfeld, Zielgruppenorientierung und Innovationen sind u.a. wichtige Faktoren, die Berücksichtigung in Geschäftsmodellen finden sollen.

Zur raschen Validierung von Geschäftsmodellen werden diese simpel konstruiert, um zu verdeutlichen, wo sich Erlösströme realisieren lassen und welche weiteren Faktoren für eine Skalierung am Markt notwendig sind. Ein sinnvolles Modell zur Beschreibung von Geschäftsmodellen ist das „Business Model Canvas“ (BMC) von Osterwalder/Pigneur: „Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nachdem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst“, (vgl. Osterwalder, Pigneur, 2011).

 

Was ist das Business Model Canvas?

Das BMC soll einen Überblick über die 9 wichtigsten Schlüssel-faktoren eines erfolgreichen Geschäftsmodells bieten.

Diese 9 Schlüsselfaktoren sind:

  1. Kundensegmente (Customer segments)
  2. Nutzenversprechen (Value proposition)
  3. Distributionskanäle (Distribution)
  4. Kundenbeziehungen (Customer relationship)
  5. Einnahmequellen (Revenue streams)
  6. Schlüsselressourcen (Key ressources)
  7. Schlüsselaktivitäten (Key activities)
  8. Schlüsselpartner (Key partners)
  9. Kostenstruktur (cost structure)

Die Methode hilft zum einen dabei, das Wesentliche eines Geschäftsmodells übersichtlich darzustellen und weiterzuentwickeln, und zum anderen, eine Geschäftsidee auf Schwachstellen zu überprüfen. Darüber hinaus gibt sie Dritten einen guten Überblick über das Unternehmen.

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER unterstützen bei der Erstellung bzw. Evaluierung Ihres erfolgreichen Geschäftsmodells. Das BMC verwenden wir u.a. zur einfachen Darstellung von zuvor erarbeiteten Geschäftsmodellen sowie bei der Gegenüberstellung verschiedener Geschäftsmodelle. Das BMC ist Teil unseres strategischen Werkzeugkoffers.

 

Vorteile des BMC

  • Visualisierung

Die Visualisierung der Geschäftsidee in einem übersichtlichen, strukturierten Dokument macht das eigene Geschäftsmodell einfacher zugänglich und verständlicher.

 

  • Flexibilität

Mit dem BMC können verschiedene Modelle einfach gegenüber-gestellt, angepasst und als Diskussionsgrundlage verwendet werden.

 

  • Transparenz

Für Dritte ist das BMC einfacher und schneller verständlich als jeder Businessplan. Es hilft dabei, Investoren, Partnern oder Kunden das eigene Geschäftsmodell in kurzer Zeit überzeugend und schlüssig zu erklären.

 

Fazit

Das BMC eignet sich sehr gut als begleitendes Tool bei der Neukonzeptionierung bzw. Evaluierung von Unternehmensstrategien und dem Vergleich verschiedener Geschäftsmodelle.

 

Literatur:

OSTERWALDER, A.; PIGNEUR, Y. (2011): Business Model Generation, ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer; Campus Verlag

FEDERSPIEL, H. (2016): Strategisches Management in Startups : mit Business Model Canvas,  Lean Startup und Lean Canvas; Hochschulschrift
 
HAGEN, V., MÜLLER, D., WIEBEN, H. (2019): Unternehmens-entwicklung und strategische Unternehmenssteuerung : Formen erfolgreicher Unternehmensentwicklung, Projekt- und Prozessmanagement, Bedeutung der Digitalisierung, Orientierungs-ebenen strategischer Unternehmenssteuerung, strategische Planung, Steuerung und Kontrolle, Chancen und Risiken in der strategischen Unternehmensführung; NWB Verlag GmbH & Co. KG
 

Beispiel Business Model Canvas (BMC):

Business Model Canvas

 

Mit freundlichen Grüßen

Ranefeld & Ranefeld-Rathbauer