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ERFOLGSFAKTOR LIQUIDITÄTSSTEUERUNG, 22.10.2020

ERFOLGSFAKTOR LIQUIDITÄTSSTEUERUNG, 22.10.2020

ERFOLGSFAKTOR LIQUIDITÄTSSTEUERUNG 

Die Grundlage der Zahlungsfähigkeit.

Viele Branchen kämpfen derzeit mit den wirtschaftlichen Herausforderungen, hervorgerufen durch die COVID-19 Krise. Wie weit die Krise sich im Unternehmen auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab – bricht die Kundennachfrage ein oder wird das Unternehmen bedroht durch das Wegbrechen der Zulieferkette – diese an der Tagesordnung stehende Beispiele belasten das Unternehmen, die DienstnehmerInnen und das Unternehmensumfeld.

Jetzt gilt es, die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen, die Kommunikation mit Stakeholdern aufrecht zu halten und sich intern und extern abzustimmen und jene Maßnahmen zu setzen, um einerseits die Krise zu bewältigen und anderseits sich für die Zeit nach der Krise richtig aufzustellen. Die Aufgabe ist gut gelöst, wenn das Unternehmen und das Team der Protagonisten gestärkt aus der Krise (mit strategischer Neuausrichtung) hervor gehen.

WORAUF IST BEI DER LIQUIDITÄTSSTEUERUNG ZU ACHTEN?

  • wichtig: Wöchentliche Darstellung
  • Regelmäßige Termine für Zahlungslauf
  • Valide Daten aus Vorsystemen
  • Tagesaktuelle Buchhaltung
  • Fälligkeitsdatum bei Buchungsvorgängen hinterlegen
  • Fälligkeitsliste der Forderungen und Verbindlichkeiten in Tagen pro Geschäftsfall
  • Straffung im Mahnwesens berücksichtigen
  • Bestehende Aufträge in Pipeline berücksichtigen
  • Zukünftig geplante bzw. angepasste Aufträge berücksichtigen
  • Hilfsmaßnahmen seitens Regierung einplanen
  • Rahmenbedingungen zukünftiger Aufträge neu verhandeln und anpassen
  • Zahlungsziele Kunden verkürzen (Anzahlungen, Teilzahlungen), Zahlungsziele Lieferanten verlängern
  • Laufende Ausgaben zur Aufrechterhaltung des Betriebs überdenken – Reduktion möglich?
  • Stundungen verhandeln
  • UVA, Abgaben- und Steuerzahlungen berücksichtigen (drohen Nachzahlungen aus Vorjahren, Herabsetzung für Steuern und Abgaben)
  • Liquiditätssteuerung (Bruttobeträge)
  • Notwendige Investitionen (Förderungen, Finanzierung), Desinvestitionen
  • Eigenkapital (Kapitalzuschuss, noch nicht einbezahlten Kapital), Gewinnausschüttung

Checkliste zur Steuerung der Liquidität – Download

DASHBOARD

Eine Übersicht (Dashboard) hilft, den Überblick zu behalten. Anbei ein Teil des Dashboards unseres Excel-Tools – für den Fall, dass kein anderes System vorhanden ist. Wenn Sie Szenarien erarbeiten, können Sie die einzelnen Ergebnisse grafisch darstellen und vergleichen.

Wir untersützten Sie bei der Einführung, der Durchführung und bei der Optimierung Ihres Liquiditätssteuerungsprozesses wie folgt:

Wie dürfen wir Sie kontaktieren? Gemeinsam schaffen wir die Basis für anhaltenden Erfolg für Ihr Unternehmen.

Ranefeld & Ranefeld-Rathbauer

Die Auswirkungen der Corona Krise, 30.03.2020

Die Auswirkungen der Corona Krise, 30.03.2020

Interim Management

Wir wollten wissen, wie sich die aktuelle Lage auf dem österreichischen Arbeitsmarkt darstellt? Wie gehen Unternehmen mit der derzeitigen Situation um? Wir haben eine Expertin befragt. Frau Maria Th. Buehler ist eine der führenden Interim Management Provider in Österreich und konnte uns im Gespräch mit Peter Ranefeld-Rathbauer einen guten Überblick über die aktuellen Marktgegebenheiten geben:

  • Wie wirkt sich die Krise aus Ihrer Sicht auf den österreichischen Arbeitsmarkt aus?

Wir sehen, dass sich Unternehmen von qualifizierten Mitarbeitenden trennen müssen. Spezifisches Fachwissen geht den Unternehmen verloren. Die Arbeitsmarktstatistik, die wir jeden Tag sehen spricht für sich. Die Krux ist, dass dieses spezifische Know How nach der Krise nicht mehr zeitgerecht zur Verfügung stehen wird. Der Fachkräftemangel wird sich also noch verschärfen.

Natürlich werden auch Ressourcen frei von Unternehmen, die die Krise nicht überstehen werden. Aber ich rechne mit einem noch größeren Ungleichgewicht was die Fachkräfte anbelangt.

  • Welchen Einfluss hat die Krise auf den österr. Interim Management Markt?

Ultrakurzfristig ist auch der IM Markt stark betroffen. Aufträge, die in der Pipeline sind wurden alle verschoben, bestehende kurzfristig beendet.

Die Krise bringt aber auch Chancen für Interim ManagerInnen. Aktuell ganz besonders wichtig sind Themen wie zB Cash Flow Management, Sicherstellung der Liquidität und Finanzierungen, Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Förderungen und Garantien, Controlling, Human Resources Management, Krisen-Kommunikation aber auch HSE (Health, Safety, Environment) in den Produktionsbetrieben.  

  • Was kann Interim Management jetzt für Unternehmen in der Krise beitragen?

Interim Manager können in den oben erwähnten Bereichen sofort und effektiv unterstützen. Und das nur nach tatsächlichem Bedarf und ohne arbeitsrechtliche Risiken.

Daneben bringt die gegenwärtige Situation auch Klarheit über Schwachstellen, suboptimale Prozesse oder Planungsschwächen in den Unternehmen. Strategien müssen überdacht und angepasst werden. So wird in einigen Industrien bereits darüber nachgedacht Produktionen wieder näher an die Heimmärkte zu verlagern. Für diese Aufgaben sind Interim Manager prädestiniert – auch weil sie einen neutralen Blick von außen mitbringen.

  • In welcher Branche und welchem Tätigkeitsbereich sehen Sie jetzt einen erhöhten Handlungsbedarf, der mit IM sofort abgedeckt werden kann?

Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht im Moment natürlich in den Funktionsbereichen Finanz und Human Resources. Und auch Kommunikation ist in Zeiten großer Verunsicherung von ganz besonderer Bedeutung.

Zu den Branchen: Wie in jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Pharma, Lebensmittelhandel, Online Dienste etc. sind Gewinner. Diese brauchen Unterstützung, um die gestiegenen Anforderungen erfüllen zu können. Die großen Verlierer sind die produzierende Industrie, Anlagen- und Maschinenbau. Eines unserer Mandate aus dem Bereich Maschinenbau wurde gestoppt, weil die Zulieferteile aus Italien nicht mehr geliefert werden können. Diese Unternehmen brauchen nun Unterstützung in den Themen Finanzen, Kurzarbeit, Massenkündigungen etc.    

  • Wie sehen Sie die Zeit nach der Krise?

Das ist natürlich abhängig davon, wie lange diese anhält. Ich glaube aber, dass ein guter Teil dessen, was nun verloren geht wieder aufgeholt werden wird. Wir rechnen mit einem großen Ansturm sobald die Krise vorbei ist.


Maria Bühler

Bühler Management

Ballgasse 6
1010 Wien
Austria

 +43 664 416 55 22
maria.buehler@buehler-mgmt.com

https://www.buehler-mgmt.com

Bühler Management steht seit 2006 für Excellence in Interim Management.

Dies bestätigen auch unsere Kunden: Wir haben eine gemessene Kundezufriedenheitsrate von 95%. Die Return Rate – also die Zahl der Kunden,  die nach einem ersten Einsatz eines Interim Managers bei Bedarf wiederkommen – liegt bei 87% , die Weiterempfehlungsrate bei 100%. Darauf sind wir stolz.

Derzeitige Krisensituation – ein möglicher Leitfaden, 19.03.2020

Derzeitige Krisensituation – ein möglicher Leitfaden, 19.03.2020

Krise – Leitfaden, AT und D

Die Auswirkung der Pandemie auf die Bevölkerung und Wirtschaft kann sich gravierend zuspitzen. Wir sind mit unseren Kunden stetig in Kontakt – die Verunsicherung der UnternehmerInnen sowie ArbeitnehmerInnen wie auch die Angst vor Illiquidität ist präsent.

Die Ausgangslage in Österreich ist nach wie vor nicht absehbar. Fest steht, es gibt Branchen, deren Umsätze komplett weggebrochen sind. Andere haben Umsatzausfälle, andere können auf kleiner Flamme weiter laufen. Sicher ist, dass momentan nichts sicher ist, dh., wir können alle nicht in die Glaskugel sehen und vorhersehen, wie lange diese derzeitige Situation anhält.

Ein möglicher Leitfaden in dieser aktuellen Krise :

  1. Erstellung eines Krisenteams und einer Informationskette
  2. Offene und regelmäßige Kommunikation zu den MitarbeiterInnen (Telefon, Skype, Zoom, Whatsapp etc.) und Stakeholdern
  3.  Auftragslage/Umsatzgenerierung
    • Sind Aufträge vorhanden und können diese gemäß Pandemierichtlinien abgearbeitet werden?
    • stetige Kommunikation mit Kunden und Lieferanten (Warenabnahme bzw. ausreichende Liquidität – Vorsicht bei Unternehmen, mit Liquiditätsengpaß – Gefahr der Gläubigerbevorzugung)
  4. Liquidität sichern; Finanzierung in Zusammenarbeit mit Hausbank und Programmen der Regierung sichern
  5. Liquiditätsprognosen und verschiedene Szenarien durchrechnen (Worstcase; wochenweise, mit und ohne Bedacht der Hilfsprogramme, Planung über unterschiedliche Zeiträume etc.)
  6. Maßnahmen daraus ableiten und gegebenenfalls darauf zurückgreifen
  7. Wenn auf kleiner Flamme weitergearbeitet werden kann, kann das ein Zeichen dafür sein, das Kurzarbeitsprogramm in Anspruch zu nehmen

In Österreich werden in Kürze Unterstützungspakete der Regierung bekanntgegeben – u.a. gibt es Überbrückungskredite in Zusammenarbeit mit dem AWS. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Fachverband.

Sollte die Lage aussichtslos sein, ist auch eine Insolvenz anzudenken. Es ist angedacht, die Insolvenzantragspflicht in Österreich von 60 auf 120 Tage auszudehnen. Im Insolvenzrecht will die Regierung zur Entlastung von Unternehmen eine „Insolvenzbremse“ einführen. Derzeit ist bei Vorliegen der Insolvenzvoraussetzungen – Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung – der betroffene Unternehmer verpflichtet, längstens innerhalb von 60 Tagen ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Diese Frist soll auf 120 Tage erstreckt werden, um vor allem Ein-Personen- und Kleinunternehmen zu unterstützen.

Infos zur Krisensituation und weiterführende Informationen von der WKO

In Deutschland wird ebenso gerade an Lockerungen iVm Insolvenzvoraussetzungen gearbeitet, die bis September 2020 gelten sollen – mehr Information zur Insolvenzantragspflicht in Deutschland

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Betroffenen für das gute Miteinander. Bleiben Sie gesund! Wir stehen Ihnen nach wie vor zur Seite – per Skype oder telefonisch!

Mit besten Grüßen

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER