Insolvenzstatistik 2019 Österreich und Deutschland, 21.01.2020

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Restrukturierung und Sanierung, AT, D

Wie jedes Jahr werfen wir mit Ihnen einen Blick auf die Insolvenzstatistik von Unternehmen aus Österreich (KSV 1870) und Deutschland (Creditreform).

Insolvenzstatistik Österreich 2019:

Die Unternehmensgesamtinsolvenzen (eröffnete Insolvenzen plus mangels kostendeckendes Vermögen nicht eröffnete Insolvenzen) sind nur geringfügig – um 0,8% – auf 5.018 Insolvenzen gestiegen. Im Jahr 2018 wurden gesamt 4.980 Insolvenzen verzeichnet. Darin enthalten sind auch Sanierungsverfahren, diese gingen im Jahr 2019 auf 374 zurück (-5%). Im Jahr 2019 wurden vermehrt Großinsolvenzen registriert, darunter SFL-Metallbau, Sanochemia Pharmazeutica und Alufix. Branchenspitzenreiter sind wie immer die Bau- gefolgt von der Gastronomiebranche.

Mehr Informationen zur Insolvenzstatistik des KSV 1870: 

Insolvenzstatistik Österreich 2019

Insolvenzstatistik Deutschland 2019:

Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sind im Jahr 2019 insgesamt 19.400 Unternehmen in die Insolvenz gegangen, das entspricht nahezu dem Wert des Jahre 2018 (19.410 Unternehmensinsolvenzen). Im Insolvenzgeschehen in Deutschland finden sich vermehrt größere und bekanntere Unternehmen. Allerdings ist deren Anteil  am gesamten Insolvenzgeschehen weiter gering. So machen Unternehmen mit 51 bis 100 Beschäftigten einen zwar wachsenden, aber nach wie vor geringen Teil der Insolvenzen aus (1,1 %). In den meisten Fällen haben insolvente Unternehmen nur wenige Beschäftigte. Knapp ein Prozent aller Fälle hatte mehr als 100 Beschäftigte. In den meisten Fällen (81,7 Prozent) waren es höchstens fünf Mitarbeiter.

Größere und von der Öffentlichkeit stärker beachtete Insolvenzfälle mit einer Vielzahl an betroffenen Arbeitnehmern und Gläubigern sind u.a. Gery Weber, Via Salus, und Thomas Cook.

Mehr Informationen zur Insolvenzstatistik Deutschland 2019: 

Insolvenzstatistik Deutschland 2019

Viel Spaß beim Lesen wünschen

RANEFELD & RANEFELD-RATHBAUER